Schadenersatz bei Behandlungsfehler

04.11.2020

Behandlungsfehler entstehen durch die schuldhafte Verletzung von Haupt- und Nebenpflichten des Arztes im Zusammenhang mit der medizinischen oder gesundheitsbezogenen Behandlung des Patienten. Der Patient hat Anspruch auf Anwendung der sichersten Maßnahmen nach dem Stand der Wissenschaft. Ein Behandlungsfehler liegt vor, wenn der Arzt ein nach dem Stand der Medizin unsachgemäßes und schädigendes Verhalten setzt.

Eine ärztliche Behandlung muss lege artis durchgeführt werden. Dies ist gegeben, wenn sie geeignet, fachgerecht, unter Einsatz des fachlichen Wissens und Könnens des Arztes und nach den Regeln des ärztlichen Berufes durchgeführt wird. Dennoch muss beachtet werden, dass der Arzt keinen Erfolg schuldet (ausgenommen etwa bei der Herstellung von Prothesen), sondern nur eine Behandlung lege artis. Bei Behandlungsfehler hat der Patient Anspruch auf Schadenersatz. Dieser kann bestehen aus Schmerzengeld, Verdienstentgang, Verunstaltungsentschädigung, Rente, Kostenersatz für Revisions-Operation oder Heilbehandlung, Ersatz der Begräbniskosten, Unterhalt Hinterbliebener u.v.m..