Wenn die gekaufte Sache nicht entspricht

04.11.2020

Viele Rechte des Käufers einer Sache oder des Auftraggebers einer Werkleistung bestehen grundsätzlich, wenn die Sache mangelhaft ist: Recht auf Annahmeverweigerung, Vertragsrücktritt oder Wandlung des Vertrages, Recht auf Verbesserung oder Austausch, Preisminderung, Entgeltzurückbehaltungsrecht etc.. Wann liegt ein solcher Mangel vor?

Ein Mangel ist jede Abweichung vom vertraglich Geschuldeten. Der Übergeber haftet dafür, dass die Sache die bedungenen und die gewöhnlich vorausgesetzten Eigenschaften hat. Eine Eigenschaft ist als gewöhnlich einzustufen, wenn der Käufer ihr Vorhandensein nach der Verkehrsauffassung erwarten kann. So wird etwa für ein Auto vorausgesetzt, dass der Motor funktioniert. Wenn eine Eigenschaft der Sache ausdrücklich vereinbart wurde (zB Farbe des Fahrzeuges), so ist diese bedungen. Daher sollte ein Käufer einer Sache oder ein Auftraggeber einer Werkleistung alle ihm wichtigen Eigenschaften der Sache im Vertrag schriftlich festhalten.